Es gibt Entwicklungen, die kündigen sich über Jahre an. Und es gibt Entwicklungen, die plötzlich an Fahrt aufnehmen und innerhalb kürzester Zeit ganze Arbeitsweisen verändern.
Das Corporate Real Estate & Facility Management sind aktuell genau an einem solchen Wendepunkt.
In den vergangenen Jahren standen häufig einzelne Digitalisierungsthemen im Mittelpunkt: BIM, IoT, CAFM, mobile Anwendungen oder künstliche Intelligenz. Jedes dieser Themen wurde für sich betrachtet, diskutiert und in Projekten umgesetzt. Doch die eigentliche Herausforderung beginnt erst jetzt. Denn der entscheidende Wettbewerbsvorteil entsteht nicht dadurch, dass Unternehmen möglichst viele digitale Werkzeuge einsetzen. Er entsteht dadurch, dass Informationen endlich intelligent miteinander verbunden werden.
Genau diesem und vielen weiteren Themen widmeten sich unsere diesjährigen Technologietage, die wir im Rahmen dieses Beitrags Revue passieren lassen möchten.
Bei Fragen rund um die vorgestellten Themen, wenden Sie sich als Kunde bitte an Ihren Ansprechpartner, oder als Interessent an die info@speedikonfm.com.
Informationen sind vorhanden – sie sind nur nicht dort, wo sie gebraucht werden.
Noch nie standen Unternehmen so viele Informationen über ihre Gebäude, Anlagen und Infrastrukturen zur Verfügung wie heute. BIM-Modelle, ERP-Systeme, CAFM-Lösungen, Energiemanagement, IoT-Plattformen, digitale Zwillinge, CAD-Pläne und Dokumentenmanagementsysteme erzeugen täglich Millionen neuer Datenpunkte. Die Digitalisierung hat zu einer nie dagewesenen Informationsfülle geführt.
Paradoxerweise fällt es dadurch immer schwerer, genau die Information zu finden, die im entscheidenden Moment benötigt wird.
Wer heute eine technische Anlage verstehen möchte, öffnet nicht eine Anwendung, sondern häufig zehn. Stammdaten liegen im ERP-System, Wartungshistorien im CAFM, Sensorwerte in einer IoT-Plattform, technische Dokumentationen im DMS, Planungsinformationen im BIM-Modell und aktuelle Zustände irgendwo dazwischen. Die Daten existieren längst, sie sprechen nur nicht miteinander.
Wir sind überzeugt, dass genau hier der nächste große Technologiesprung im Facility Management beginnt.
Die entscheidende Frage lautet künftig nicht mehr, welche Systeme ein Unternehmen einsetzt. Die entscheidende Frage lautet, ob diese Systeme gemeinsam intelligenter sind als jedes einzelne für sich.
Mit der Visual Intelligence Platform entwickeln wir deshalb keine weitere Software. Wir entwickeln eine neue Informationsarchitektur für den Gebäudebetrieb.
Anstatt Daten zu kopieren oder bestehende Anwendungen zu ersetzen, verknüpft die Plattform Informationen unterschiedlichster Herkunft in einem gemeinsamen räumlichen Kontext. BIM-Modelle, fotorealistische digitale Zwillinge, CAD-Zeichnungen, Punktwolken, GIS-Daten sowie Informationen aus SAP, CAFM, Energiemanagement und weiteren Fachsystemen verschmelzen zu einer einzigen, konsistenten Wissensebene.
Dadurch verändert sich nicht nur die Art, wie Daten gespeichert werden, sondern auch die Art, wie Menschen mit ihnen arbeiten.
Informationen werden nicht länger über Menüs, Ordnerstrukturen oder Systemgrenzen gesucht. Sie erscheinen dort, wo sie entstehen, unmittelbar am Gebäude, an der Anlage oder am technischen Asset. Der physische Ort wird zum digitalen Einstiegspunkt. Ein Klick auf ein Objekt genügt, um sämtliche relevanten Informationen aus allen angeschlossenen Systemen verfügbar zu machen, unabhängig davon, wo sie ursprünglich entstanden sind oder in welcher Anwendung sie gepflegt werden.
Wir glauben, dass genau darin die nächste Evolutionsstufe des digitalen Facility Managements liegt: Nicht immer neue Anwendungen zu schaffen, sondern die vorhandenen Informationen so intelligent miteinander zu verbinden, dass sie sich für den Anwender wie ein einziges System anfühlen.
Denn am Ende geht es geht darum, Wissen genau in dem Moment verfügbar zu machen, in dem daraus bessere Entscheidungen entstehen.
Wenn Sie gemeinsam mit uns die nächsten Schritte für Ihre Gebäude, Standorte oder Produktionsanlagen diskutieren möchten, freuen wir uns auf den Austausch.
Künstliche Intelligenz ist nur so gut wie der Kontext, in dem sie arbeitet.
Kaum ein Technologiethema wird derzeit intensiver diskutiert als Künstliche Intelligenz. Gleichzeitig erleben wir in vielen Gesprächen mit Interessenten eine wachsende Ernüchterung. Denn beeindruckende Chatbots und Sprachmodelle beantworten zwar viele Fragen, doch sobald es um kritische Unternehmensprozesse geht, reichen allgemeine Antworten nicht mehr aus.
Die Herausforderung liegt nicht in der Leistungsfähigkeit der Modelle, sondern in den Informationen, die sie erhalten.
Eine KI kann nur mit dem arbeiten, was sie kennt. Bekommt sie Millionen unstrukturierter Dokumente, Datenreihen und Informationen ohne fachlichen Zusammenhang, steigt zwangsläufig die Wahrscheinlichkeit für unvollständige oder falsche Antworten. Genau deshalb betrachten wir Künstliche Intelligenz nicht als isolierte Technologie, sondern als Bestandteil einer intelligenten Informationsarchitektur.
Unser Ansatz besteht darin, einer KI den fachlichen Kontext bereitzustellen, den sie benötigt, um belastbare Ergebnisse zu liefern. Anlagen kennen ihre Dokumente. Dokumente kennen ihre technischen Zusammenhänge. Prozesse kennen ihre Abhängigkeiten. Berechtigungen bleiben erhalten. Datenmodelle liefern zusätzliche Struktur. Aus einzelnen Informationen entsteht ein zusammenhängendes Wissensnetzwerk, in dem sich eine KI sicher bewegen kann.
Dadurch verändert sich auch die Qualität der Ergebnisse grundlegend. Anstatt in hunderttausenden Dokumenten nach einer Antwort zu suchen, arbeitet die KI ausschließlich mit den Informationen, die tatsächlich zu einem Objekt, einer Anlage oder einem Prozess gehören. Das reduziert Halluzinationen erheblich und macht Antworten nachvollziehbar, transparent und überprüfbar.
Auf dieser Grundlage entstehen Anwendungen, die weit über klassische Chatbots hinausgehen. Dokumente werden automatisch klassifiziert und strukturiert ausgewertet, Prüf- und Wartungsprotokolle intelligent ausgelesen, Helpdesk-Anfragen eingeordnet, technische Informationen direkt am Asset bereitgestellt oder Energiedaten auf Anomalien und Optimierungspotenziale analysiert. Gleichzeitig schaffen semantische Zusammenhänge, Graphstrukturen und regelbasierte Logik die Voraussetzung dafür, dass Künstliche Intelligenz nicht nur Muster erkennt, sondern Zusammenhänge versteht.
Wie sieht der nächste Entwicklungsschritt für Ihr Portfolio aus? Gerne zeigen wir Ihnen in einem persönlichen Austausch, wie sich KI sinnvoll in Ihre Prozesse integrieren lässt.
Mit Standardmodulen sofort loslegen
Ein weiteres zentrales Thema der Technologietage war die Bereitstellung von Standardmodulen.
Mit unseren neuen Standardmodulen verfolgen den sollen klaren Ansatz, dass standardisierte Prozesse sofort produktiv eingesetzt werden können und gleichzeitig genügend Flexibilität bieten, um künftige individuelle Anforderungen abzubilden.
Nach den ersten verfügbaren Standardmodulen für Asset- und Fuhrparkmanagement folgen bereits die nächsten Lösungen mit dem Release der Version 2026.2 im Herbst, unter anderem für die Instandhaltung. Dabei stehen klar definierte Rollen und reduzierte Oberflächen im Mittelpunkt.
Kontaktieren Sie uns oder sprechen Sie direkt mit Ihrem Ansprechpartner, wenn Sie mehr dazu erfahren möchten.
Zukunftssicherheit entsteht nicht erst morgen. Sie wird heute geplant
Neben den technologischen Innovationen standen auf den Technologietagen vor allem die strategischen Fragestellungen im Mittelpunkt, die viele Unternehmen bereits heute beschäftigen.
Ein zentrales Thema ist dabei die zukünftige SAP-Strategie. Mit dem Auslaufen von SAP RE-FX und der Transformation hin zu SAP S/4HANA stehen zahlreiche Organisationen vor der Aufgabe, ihre Systemlandschaft neu zu bewerten. Wir begleiten unsere Kunden auf diesem Weg mit einer klaren Zielsetzung: maximale Zukunftssicherheit bei gleichzeitig größtmöglicher Unabhängigkeit. Durch standardisierte BTP-Schnittstellen schaffen wir eine leistungsfähige und nachhaltige Integration in moderne SAP-Architekturen, ohne dabei auf die Stärken einer spezialisierten CAFM-Lösung verzichten zu müssen.
Ebenso konsequent entwickeln wir unseren BIM-to-FM-Ansatz weiter. Denn der wahre Mehrwert eines BIM-Modells entsteht nicht während der Planung, sondern im jahrzehntelangen Gebäudebetrieb. Entscheidend ist deshalb nicht die Menge der vorhandenen Informationen, sondern die intelligente Überführung genau der Daten, die für Betrieb, Instandhaltung und Management tatsächlich benötigt werden.
Mit zunehmender Digitalisierung rücken gleichzeitig Themen wie Informationssicherheit und Cyber Security stärker in den Fokus. Deshalb investieren wir kontinuierlich in den Ausbau unserer Sicherheitsarchitektur – von regelmäßigen Penetrationstests über externe Sicherheitsprüfungen bis hin zur Zertifizierung nach ISO 27001 und TISAX.
Parallel dazu bauen wir unser internationales Partnernetzwerk kontinuierlich aus. Bereits heute unterstützen zertifizierte Partner in zahlreichen Ländern unsere gemeinsamen Kunden direkt vor Ort – in ihrer Sprache, ihrer Zeitzone und mit fundiertem technischem Know-how. So entstehen kurze Reaktionszeiten und eine Betreuung, die auch international höchsten Qualitätsansprüchen gerecht wird.
Auch unsere internen Serviceprozesse entwickeln wir konsequent weiter. Mit spezialisierten Teams für schnelle Anpassungen und operative Anforderungen schaffen wir zusätzliche Kapazitäten, damit komplexe Projekte, strategische Weiterentwicklungen und kurzfristige Kundenwünsche gleichermaßen effizient umgesetzt werden können.
Denn Zukunftssicherheit entsteht nicht allein durch neue Technologien. Sie entsteht durch leistungsfähige Software, belastbare Prozesse und einen Partner, der langfristig mit den Anforderungen seiner Kunden wächst.
Unser Anspruch
Nach fast drei Jahrzehnten Unternehmensgeschichte sehen wir unsere Aufgabe nicht allein darin, neue Softwarefunktionen bereitzustellen. Unser Anspruch ist es, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, neue Technologien kritisch zu bewerten und sie erst dann in unsere Produkte zu integrieren, wenn daraus ein echter Nutzen für unsere Kunden entsteht.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den offenen Austausch, die zahlreichen Fragen und das große Interesse. Für alle, die nicht live dabei sein konnten, stehen wir selbstverständlich gerne für eine persönliche Vorstellung der neuen Entwicklungen zur Verfügung.
